Gärungsende

Das ist nicht das wirkliche Ende

Die Nachgärung dauert so lange, bis beim schütteln des Ballons ( "schütteln" heißt, den Wein richtig rumwirbeln, so daß alles wieder trüb wird ) und keine Kohlendioxydbläschen mehr aufsteigen.

Sollte es dann wirklich so weit sein, muß der Wein noch etwa 2 bis Wochen stehen, damit sich die Hefe (Bodensatz) wieder legt.

Ist die Nachgärung zu Ende, hat sich die Hefe am Boden abgesetzt. Man sollte nicht zu lange mit dem Abstich des Weins in einen sauberen Ballon warten, denn der Wein nimmt nach längerer Zeit den Geschmack vom Bodensatz an.

Wichtig:

Es kann vorkommen, daß die Hefe auch aufhört zu gären, weil kein Zucker mehr vorhanden ist. Dieser Punkt ist für alle diejenigen nicht einfach zu bestimmen, die es zum ersten Mal versuchen.
Wenn man den Wein probiert ist er sauer, doch ähnelt er schon Essig, so kann man es mit Nachzucken versuchen.

Vorsicht ! Es geht nicht darum den Wein jetzt schon trinkbar zu machen, was mit einer Überdosis Zucker  zu funktionieren scheint !!
Das ist dann nicht mehr zu korrigieren.

Es empfiehlt sich einen Maßbecher (mit kleinen, genauen Einheiten) zu benutzen und erst einmal 50 ml ab zu nehmen.
Eine 1g genaue Waage hilft zum abmessen des Zuckers. Nun in kleinen Grammschritten den Zucker hinzu zu fügen.
Alles notieren und probieren (Nicht trinken, nur probieren).

Findet man eine Menge an Zucker die die Probe süßlicher macht, muß die Zuckermenge auf die Weinansatzmenge hochgerechnet werden.

Diese errechnete Menge wird dem Wein hinzu gefügt und aufgelöst.

Jetzt wird der Wein wieder anfangen leicht zu gären.

Diese Vorgänge werden so lange wieder holt bist es nicht mehr gärt und geschmacklich paßt.

Dazu sei aber wieder gesagt, daß der Wein nicht überzuckert werden darf !! Der wirklich gute Geschmack des Weines wird in den meisten Fällen nach längerer Lagerzeit erreicht, was auch Jahre sein können. Da heißt es wirklich bis zum Ende sauber weiterarbeiten und einkellern.

Hier helfen Gespräche mit Leuten, die schon Weine selber gemacht haben.

Info:
Profis errechnen den Zuckergehalt über die Öchslewaage, aber das ist ein ziemlich ausführliche Thema und würde hier zu weit führen. Wer dennoch mehr über Öchsle erfahren will, dem ist das Kitzinger Weinbuch, aber auch das Hobbythek Buch zu empfehlen.

 

www.obstweine.com